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Real Monasterio Königliches Kloster La Encarnación Madrid

Vor einigen Tagen hatte ich die Chance, das zweite königliche Kloster in Madrid, das Monasterio de ...

Vor einigen Tagen hatte ich die Chance, das zweite königliche Kloster in Madrid, das Monasterio de Encarnación, zu besichtigen. Nicht wie bei dem Kloster der Descalzas, haben wir diesmal an einem der nicht kostenlosen Tagen teilgenommen. Nachmittags eröffnet das Klostermusum um 16.00 Uhr. Wir waren um diese Zeit dort und kauften die Eintrittskarten (6 Euro pro Person).

Es war kein grosser Andrang und uns wurde mitgeteilt, dass die Führung spätestens um 16.30 Uhr anfange, es sei denn, vor dieser Zeit hätten sich bereits 20 Personen eingefunden. Um 16.30 Uhr begann die Führung - auf Spanisch, es wurde keine englischsprachige Führung angeboten. Ohne Führung, also individuell, kann man diesen Ort nicht besuchen, aber man kann sich das Kloster auch einfach mit der Führung ansehen und sich vor oder nachher im Internet oder mit einem Bildführer, den man an der Kasse kaufen kann (ca. 10 Euro) informieren.

Hier die offizielle Webseite. Die Öffnungszeiten sind wie beim Kloster der Descalzas:

dienstags - samstags: 10.00 - 14.00 und 16.00 bis 18.30
sonn- und feiertags: 10.00 - 15.00 Uhr
Einlass jeweils eine Stunde vor Schluss.

Kostenloser Eintritt für Bürger der EU und Südamerika (Pass/Personalausweis mitzubringen) mittwochs und donnerstags nachmittags kostenlos, aber man sollte mindestens eine Stunde vor Öffnung da sein, siehe Kloster de las Descalzas.

Leider darf man innen im Konvent keine Bilder machen, aus diesem Grund "zitiere" ich einige Fotos aus dem Bildführer, den ich gekauft habe (empfehlenswert).

Das Kloster de la Encarnación wurde 1611 von König Felipe III und Königin Margarita gegründet. Felipe III ist der Enkel von Carlos V, dessen Frau Juana von Österreich, das Kloster de las Descalzas gründete. Königin Margaritas Wunsch war es, Juana von Österreichs Schritten zu folgen, und ein ähnliches Kloster zu gründen.

Durch ihr religiöses Engagment in Valladolid lernte Königin Margarita die Augustiner-Nonne Mariana de San José kennen und überzeugte diese, zur Gründung des neuen Klosters der Encarnación nach Madrid zu wechseln.

Das neue Kloster wurde vom Architekt Juan Gómez de Mora entworfen und war durch einen Gang mit dem Alcázar (Königsschloss bevor der aktuelle Königspalast gebaut wurde), verbunden. Königin Margarita starb im Jahr 1611 in El Escorial und Felipe III beendete die Klosterstiftung.

1734 brannte der Alcázar nieder und der neue Königspalast wurde mit einer anderen Ausrichtung gebaut, weshalb das Kloster der Encarnación die Verbindung zum Palast verlor.

Besonders beeindruckt hat mich der Saal der Reliquien - der ganze Saal vergoldet und bis unter die Decke mit Knochen von Heiligen etc. Wissenschaftlich unerklärlich ist das Blut von San Pantaleón, das sich jeden 27. Juli verflüssigt, siehe Artikel El Pais.

Eingangsbereich, Quelle Guía Reales Monasterios de Madrid
Las Descalzas y La Encarnación
Margarita von Österreich
In der Zeit der Herrschaft der Bonapartes war das Konvent auf der Liste der abzureissenden Gebäude, da nicht die gesetzlich festgelegte Anzahl an Nonnen hier lebten. Zwischen 1842 und 1847 mussten die Nonnen den Komplex verlassen aufgrund des "Verweltlichungsgesetzes" von 1836 und es wurde mit dem Abriss begonnen, ausgenommen Kirche, Claustro und einige Zimmer. Kurz darauf wurde der Abriss gestoppt und der Wiederaufbau nach den Plänen des Architekten Narciso Pascual y Colomer begonnen.

1844 wurde ein Teil des Gartens in Parzellen geteilt und für die Konstruktion für Häuser freigegeben, weshalb ein Teil des Innenbereichs neu eingeteilt werden musste - gemäss der heutigen Situation.

Die Fassaden wurden nach der Madrider Architektur des 17. Jahrhundert gestaltet - anstatt sich nach dem Neoklassizimus zu richten.

Heute leben hier immer noch Nonnen in Teilen des Klosters, der nicht für die Allgemeinheit zu zugänglich sind.

Austausch der Prinzessinen, Quelle Guía Reales Monasterios de Madrid
Las Descalzas y La Encarnación
Das Koster und dessen Werke sind etwas weniger bedeutend als die des Klosters der Descalzas, da das Gebäude neuer ist und neu konstruiert wurde und nicht auf einem bereits bestehenden Palast besteht. Des weiteren waren die Nonnen hier "nur" Töchter von Aristokraten und nicht aus Königsfamilien, wie die Bewohnerinnen des Klosters der Descalzas. Aus diesem Grund sind auch die "mitgebrachten" Kunstwerke weniger wertvoll und von weniger bekannten oder unbekannten Autoren.

Im Gegensatz zum anderen königlichen Kloster, beeinhaltet die Führung des Klosters de la Encarnación auch eine Bestichtung der Kirche.

Königssaal, Quelle Guía Reales Monasterios de Madrid
Las Descalzas y La Encarnación
Kapelle "Nuestra Señora del Lorento",
unterer Claustro, Quelle Guía Reales Monasterios de Madrid
Las Descalzas y La Encarnación

Unterer Claustro Quelle Guía Reales Monasterios de Madrid
Las Descalzas y La Encarnación
Chor der Nonnen, der mit dem Hauptaltar der Kirche verbunden ist
Quelle Guía Reales Monasterios de Madrid
Las Descalzas y La Encarnación

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