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Monasterio de las Descalzas Reales Madrid

Am Mittwoch hatte ich die Gelegenheit, an einer geführten Besichtigung des Klosters der Descalzas Reales in Madrid teilzunehmen. Es war nic...

Am Mittwoch hatte ich die Gelegenheit, an einer geführten Besichtigung des Klosters der Descalzas Reales in Madrid teilzunehmen. Es war nicht der erste Versuch an einem Mittwoch oder Donnertag Nachmittag, wenn der Eintritt für Bürger der EU kostenlos ist, denn wenn man zu den offiziellen Öffnungszeiten kommt, sind die Eintrittskontigente bereits vergeben.

Also waren wir um 15.00 Uhr, d.h. eine Stunde vor Öffnung da und fanden bereits ein buntes Grüppchen von Wartenden vor, die gegenüber am Gehweg sassen oder standen. Jedes Mal wenn neue Besucher ankamen, wurde gefragt, wer der letzte sei um so seine eigene Reihenfolge zu wissen.

Wie der Andrang an den Tagen ist, an denen der Eintritt nicht kostenlos ist (d.h. 6 Euro Normalpreis) kann ich nicht sagen.

Punkt 16.00 Uhr wurde die erste Gruppe von 20 Personen eingelassen, nachmittags werden insgesamt drei Gruppen eingelassen. Man kann das Kloster nur mit einer Führung besichtigen, diese gibt es auf Spanisch und Englisch. Auf der Website können Eintrittskarten gekauft werden, jedoch ohne Auswahl der Gruppen-Sprache, wie ich gesehen habe, werden die Gruppen später vor Ort nach Sprachen aufgeteilt.

Leider darf man im Kloster keine Fotos machen, aus diesem Grund habe ich mir im Museumsladen ein Bildband gekauft, von dem ich einige Bilder "zitiere".

Das Kloster ist einer der historischen "Perlen" Madrid, da es im königlichen und religiösen Schutz die Jahrhunderte unbeschadet und unverändert überstanden hat. Es beherbergt Kunstschätze, wie zum Beispiel einen Saal mit Malereien der flämischen Schule und einen Saal mit spanischen und italienischen Werken.

Der ehemalige Palast vom Beginn des 16. Jahrhundert gehörte Alfonso Gutiérrez,  Buchhalter des Kaisers Karl/Carlos V. Die jüngste Tochter des Kaisers, Johanna von Österreich (Juana de Austria) gründete das Kloster. Verwitwet vom Kronprinz Portugals kehrte sie nach Kastilien zurück und führte die Funktion der Königsregentin der hispanischen Königreiche aus.

Nachdem sie keine Staatsfunktionen mehr auszuführen hatte, widmete sich der Gründung dieses religiösen und sozialen Projekts.

Zu dieser Zeit waren Kloster nicht nur spirituelle Orte, sondern auch Zentren, wo durch gesellschaftliche und familiäre Bande, die politischen und sozialen Fäden im Hintergrund gezogen wurden.

Dieser Komplex diente als Haus des Betens, Seelsorge, Unterkunft, königliche Unterkunft, Barmherzigkeitskrankenhaus,  Waisenschule für Mädchen sowie Gärten zur Selbstversorgung.

Haupttreppe. Quelle: Guía Reales Monasterios
Las Descalzas y la Encarnación.
Juana wollte hier einen weiblichen Orden unterbringen, schliesslich wurde ein ein neuer Franziskanerinnen-Orden gegründet, der sich zunächst aus sieben Nonnen aus dem Kloster Santa Clara von Gandía zusammensetzte.

Juana wählte diesen Palast aus sentimentalen Gründen, sie hier zur Welt kam, als sich ihre Mutter Isabel von Portgual aufhielt.  Juana starb bevor die Umbauten zum Klosterkomplex vollendet waren.

Das Kloster war während Jahrhunderten für das Publikum verschlossen. Im Jahr 1960 beschloss das Direktorium des Nationalschatzes, mit Zustimmung des Franziskaner-Ordens und einer päpstlicher Erlaubnis, die geistliche Klausur für mehrere Stunden am Tag aufzuheben, einen Teil des Komplexes für die Öffentlichkeit zu öffnen. Auch heutzutage ist das Kloster Unterkunft und religiöses Zentrum der Descalzas Reales (descalzas - barfuss wegen ihres schlichten Schuhwerkes).

Oberer Claustro, Quelle: Guía Reales MonasteriosLas Descalzas y la Encarnación.
Vorchor,  Quelle: Guía Reales MonasteriosLas Descalzas y la Encarnación.
Königssaal, wo die Nonnen ihre Familienangehörigen empfingen (die Familien gehörten meistens
Königsfamilien an), Quelle: Guía Reales MonasteriosLas Descalzas y la Encarnación.
Oberer Claustro, Südflügel, Quelle: Guía Reales MonasteriosLas Descalzas y la Encarnación
Saal der Wandteppiche. Wandteppiche aus der Serie "Der Triumph der Eucharistie - Geschenk von Isabel Clara Eugenia in ersten Drittel des 17. Jahrhundert.  Entworfen von Rubens und gewoben in den Stoffwerkstätten von Jan Raes in Brüssel.
Quelle: Guía Reales MonasteriosLas Descalzas y la Encarnación
Öffnungszeiten:
dienstags - samstags: 10.00 - 14.00 und 16.00 bis 18.30
sonn- und feiertags: 10.00 - 15.00 Uhr
Einlass jeweils eine Stunde vor Schluss.

Die Kirche ist kein Bestandteil der Führung. Diese kann bei Teilnahme eines Gottesdienstes betreten werden. Gottesdienste finden an Wochentagen um 9.30 und Sonn-/Feiertagen um 12.00 Uhr statt.

An den kostenlosen Tagen Dienstag und Mittwoch (jeweils nachmittags), sollte man mindestens eine Stunde vor der jeweiligen Öffnung da sein. Personalausweis oder Führerschein oder Reisepass mitzubringen um sich als Bürger der EU auszuzeichnen.

 

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