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Börse von Madrid - Palacio de la Bolsa de Madrid Teil 2

Nachdem ich bereits Ende Mai 2014  einen Post zur Börse in Madrid  geschrieben habe, hatte ich nun selbst die Gelegenheit an einer Führung...

Nachdem ich bereits Ende Mai 2014 einen Post zur Börse in Madrid geschrieben habe, hatte ich nun selbst die Gelegenheit an einer Führung teilzunehmen. Die Fotos sind von Alfonso Martín, dem es gelang, uns kurzfristig für die Tour einzuschreiben. Die Tour fing etwas zu spät an, da an diesem Tag die Führung vom Lokalfernsehen Telemadrid begleitet wurde - und das Fernsehteam auf sich warten liess. Wir sahen am gleichen Abend die kurze Reportage - leider eine sehr oberflächliche Vorabend-Recherche.

Ich werde jetzt nicht gross ins Detail gehen, das habe ich bereits im vorherigen Post gemacht, ich möchte heute nur die Tour und die Fotos kommentieren.

Im Börsensaal sind an der Decke die Provinzen des damaligen Reiches dargestellt. Sie sind dargestellt durch Arbeiter/innen, die der typischen Beschäftigung der jeweiligen Provinz nachgehen. So sieht man in Bilbao einen Stahlarbeiter oder in Valencia eine Schönheit, die Früchte pflückt, umgeben von Melonen und Südfrüchten. Jede Provinz wird mit ihrer Haupthandelsware dargestellt. 

Damals gehörten die Philippinen und Kuba noch zum Königreich

Der imposante Haupteingang
Der Sitzungsaal

Deckenbemalung. Ein Motiv die Telegrafenkabel. Zu dieser Zeit eine wichtige Errungenschaft um Nachrichten zu übertragen.




Reiche Verzierungen der Wände des Sitzungssaal, zu dessen 150. Jahrestag das damalige Königspaar Don Juan Carlos I. und Doña Reina Sofía anwesend waren.

Der Tourführer, der uns ein Buch beschreibt, in dem alle ausgeführten Transaktionen gelistet sind. Heute werden diese Vorgänge elektronisch registriert und archiviert.


Eine damals hochmoderne amerikanische Schreibmaschine, die auch Rechnenfunktionen durchführen konnte.
Ein historisches Schild, in dem die Handelzeiten der verschiedenen Handelswerte angeschlagen sind. 10.00 bis 10.20 Uhr: öffentliche Fonds, 10.30 - 10.40 Textilien, Papierhandlungen, Ernährung, Agrikultur und Industrie, Derivate. 10.50 bis 11 Uhr Metallindustrie für Bauwirtschaft
Der Parkettsaal, der seit 1993 keine offizielle Funktion mehr hat, da der komplette Handel elektronisch abgewickelt wird. Heute kommen hier noch einige wenige Finanziers, die hier die Ruhe arbeiten möchten.
Die Anzeigetafeln rattern noch immer im Sekundentakt. 
Der Parkett, wo in der vorelektronischen Zeit ein heftiges Treiben und Schreien herrschte und wo die Käufe/Verkäufe vorgenommen wurden. Der Parkett wurde nicht restauriert, man möchte den Originalzustand beibehalten. 
Die gestressten Börsianer traten hier auf dem Parkett ihre Zigaretten aus, die Spuren sind immer noch zu sehen. Wegen des Rauchens war der Handelssaal ständig in eine dicke Rauchwolke gehüllt.
Eine Aktien, die damals wie alle Aktien in Papier ausgestellt wurden. Vor einiger Zeit wurden alle Aktien gegen elektronische Register getauscht. Dazu hatten die Inhaber der Originalaktien mehrere Jahre Zeit, die Papieraktien zu präsentieren. Nach Ablauf dieses Zeitraums wurden alle Aktien, die noch in Papierform existierten, an einen Staatsfond zwangsverkauft. Die Aktien waren für die Eigentümer verloren, doch diese können noch immer den Wert zur Zeit der Umstellung einfordern. Es ist laut Aussagen des Tourführers noch immer ein grosses Vermögen nicht eingefordert worden. Die endgültige Forderungspflicht soll in den kommenden Jahren ablaufen.
Saaldecke des Börsensaals
Die Uhr, ein zentrales Element der Börse. 

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