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Rundgang Historische Geschäfte in Madrid

Am Samstag haben wir mit fascinArte  (unsere Reiseführerin war Lourdes mit grossem Engagement) eine geführte Stadttour durch einige der äl...

Am Samstag haben wir mit fascinArte (unsere Reiseführerin war Lourdes mit grossem Engagement) eine geführte Stadttour durch einige der ältesten historischen Geschäfte Madrids unternommen. Die etwas über zweistündige Tour war sehr interessant und kurzweilig - ich empfehle sie für alle, die Spanisch verstehen - für alle anderen hier eine Zusammenfassung auf Deutsch.

Der Tourismus Madrids ist schon immer mit dem Handel verbunden. Der Ursprung der Plaza Mayor geht zurück ins 15. Jahrhundert zur Plaza Arraval am Zusammenfluss verschiedener wichtiger Verkehrsstrassen.



Casa de la Panadería -  Plaza Mayor
Zu dieser Zeit war der Hauptmarkt noch innerhalb der Stadtmauern (Plaza de la Paja) als König Felipe II beschloss, die zweimal im Jahr stattfindenden und jeweils zwei Wochen dauernden Märkte auf die heutige Plaza Mayor, ausserhalb der Stadtmauern, zu verlegen.

Das erste Gebäude der Plaza Mayor war die Bäckerei (Casa de la Panadería). Es war dazu gedacht, den Händlern Raum und Schutz bei schlechtem Wetter zu geben.

Der Rundgang begann hier an der Plaza Mayor und führte über 25 Geschäfte. Teilweise konnten wie diese von innen ansehen, teilweise haben wir nur durch die Schaufenster schauen können. Bei Gelegenheit werde ich diesen dann nachträglich einen persönlichen Besuch abstatten.


Hier die Rute aller Stationen:


Ver Comercios Históricos Madrid en un mapa más grande


Casa Yustas
Viele dieser historischen Handelsgeschäfte Madrids wurden von Madrid mit Bronzeplaketten vor den Eingängen ausgezeichnet.

Casa Yustas Madrid (Plaza Mayor)

Gegründet im Jahr 1894 - ein Fachgeschäft für Hüte und militärische Auszeichnungen und seit einigen Jahren auch für Souvenirs auf drei Etagen. Der Laden entstand durch die Zusammenführung verschiedener kleiner Geschäfte durch den Gründer Leopoldo Yustas Ayuso. Zu seiner Zeit verfügte die Firma über eine eigene Manufaktur.

Die Einrichtung ist im Stil der Königin Isabel II (Estilo Isabelino), der den französischen imperialistischen Stil nachahmt.

La Favorita
La Favorita (Plaza Mayor) 

Das Hutgeschäft aus dem Jahr 1894, das im gleichen Jahr wie das Casta Yustas gegründet wurde und ebenso seine originelle Einrichtung bewahrt hat, befindet sich nun in der vierten Generation im Besitz der Gründerfamilie. Der Stil ist aber wesentlich einfacher - nicht so luxuriös wie der des Nachbargeschäfts.

Nun verlassen wir die Plaza Mayor einige Schritte Richtung Norden.

Museo del Pan Gallego - Museum Galizischen Brots (Galizische Bäckerei - Plaza de Herraderos 9)

Museo del Pan Gallego
Diese Bäckerei hat den ältesten Backofen Madrids - der heute noch in Betrieb ist und mit Holz befeuert ist. Man kann morgens den Lastwagen sehen, der das Brennholz anliefert.

Später wurde die Bäckerei von einem Galizier gekauft. Da er kein gelernter Bäcker war, ging er in seine Heimat um dort die traditionelle Galizische Backkunst zu erlernen. Die Bäckerei in Madrid wurde zum Galizischen Backmuseum und ist seitdem bekannt für seine Brotspezialitäten (Holzofenbrot, Maisbrot) sowie Empanadas. Aber ich habe gerade ein echtes Brot von galizischen Freunden bekommen und ich muss leider bemerken, dass es doch um einiges besser war, als das Brot dieses "Museum".

Palomeque
Es geht weiter zur Calle Arenal. Die Calle Arenal bekam ihren Namen von Arena = Sand, einem sandigen Bachverlauf. Die Strasse ist erst seit wenigen Jahren vom Verkehr befreit worden.

Hier befindet sich das Fachgeschäft Palomoque für religiöse Kultur aus dem Jahr 1873. Die meisten werden sich nicht für kirchliche Kunst interessieren, aber es lohnt sich ein Blick ins Innere.

Über den Vitrinen erscheint der Name des Gründers Manuel Palomeque und dessen Ehrentitel als Lieferant der Königshäuser und des Papstes ("Casas Reales y del Papa"). Hervorzuheben sind die Holzschränke und Vitrinen aus Holz mit vergoldeten Bögen.

Zur Gründerzeit war es üblich, die Häuser mit religiösen Motiven zu dekorieren.

Librería San Gines
Die Buchhandlung San Gines lieh ihren Namen von der Kirche, an die sie sich sozusagen anlehnt und deren Mauern sie teilt. Das Geschäft wurde so gut an die Kirche angepasst (das Dach besteht aus den gleichen Ziegeln wie die Kirche selbst), dass sie nicht wie ein Fremdkörper erscheint. Eine Besonderheit sind die Marquisen, mit denen sich die Bücherregale schliessen lassen. Wenn das Geschäft geschlossen ist, bemerkt man die Bücherei und die versteckten Regale überhaupt nicht und wo man nichts sieht, wird auch nichts aufgebrochen und gestohlen.

Ein paar Schritte gegenüber befindet sich die auch unter Touristen berühmte Chocolatería San Gines. Hierzu den Post, den ich bei beim Geniessen der köstlichen aber leider schwer im Magen liegenden Churros mit Schokolade, gemacht habe: http://www.inundummadrid.com/2010/01/churros-mit-schokolade-bei-san-gines.html.

Hier befand sich ein Gasthaus mit Gästezimmern (Mesón y hospedería), das sich im Jahr 1894 in eine Churrería (Churros und Porras - spanisches frittiertes Spritzgebäck) verwandelte. Der Besitzer war sehr sehr geschäftstüchtig, denn das Lokal befindet sich neben der gleichnamigen Kirche und zu dieser Zeit war es Brauch, nach dem Gottesdienst zu einem Frühstück oder Vesper einzukehren. Und später öffnete nebenan ein Theater (heute eine Disco), wo es auch immer Hungrige "Mäuler" gab. Das Café war schon damals von früh bis sehr spät geöffnet. Es empfiehlt wirklich einzutreten und im Kellergewölbe etwas zu essen oder trinken.

Die Chocolatería war ein Treffpunkt für Lebenskünstler, Nachtschwärmer, Intelektuelle, Kino- und Theaterschauspiler, Dichter und Schriftsteller. Der Bogen rechts neben dem Café war berüchtigt für seine Schwerterduelle.

Cafe Konditorei El Riojano
Das Café - Konditorei El Riojano wurde im Jahr 1855 vom einheimischen Konditor Dámaso de la Maza, bekannt unter "El Riojano" (aus Rioja) bekannt. Das Lokal ist wegen des kleinen Eingangs leicht zu übersehen, aber wenn man den schmalen Verkaufsgang durchgeht, kommt man in den stilvollen Salon des Cafés, wo man die Spezialitäten des Hauses im Sitzen geniessen kann. Die Gebäckherstellung richtet sich weiterhin nach dem traditionellen Kalender (Roscones - Art Hefezopf zu den Heilfen Drei Königen, Brötchen zu San Anton, Rosquillas an San Isidro, Huesos zur Almudena etc.)

Es ist untersagt, im Salon Fotos zu machen, um die Privatsphäre der Gäste zu wahren. Schade.

Ein weitere Säule der Madrider Konditoreien ist die Mallorquina, leider ohne gutes Foto, da die Fassade gerade restauriert wird und von einem Werbeplakat verdeckt wird (Ecke Calle Mayor / Plaza Puerta del Soll.

Ich war mir sicher, dass ich hier schon einmal Fotos gemacht habe, aber Fehlanzeige. Ich empfehle die schmale Treppe hoch zu steigen und im ersten Stock einen Kaffee mit Blick auf das Leben der Calle Mayor zu trinken.

Wegen des Bauvorhanbens der Gran Vía musste dieses Café hierher umziehen. Siehe Führung Anlass 100 Jahre Gran Vía. Der Name rührt vom Ursprung der Gründer aus Mallorca. Sie backten zur dieser Zeit die mallorquiner Spezialitäten wie Ensaimadas und heisse Schokolade (die Fabrik befand sich in der nahegelegenen Strasse Montera).

Ich glaube es gibt keinen Madrilenen, der die Mallorquina nicht kennt und wenn zum Essen eingeladen wird, sind Pastas der Mallorquina ein gern gesehenes Mitbringsel - ideal zum Kaffee nach dem Essen.

Wir überqueren nur die Puerta del Sol und schon sind wir bei der Casa de Diego. Manuel de Diego gründete im Jahr seine Laden-Werkstatt für Fächer, Schirme und Stöcke im Jahr 1800 und landete nach mehreren Umzügen hier an der Puerta del Sol.

Aufgrund der grossen Nachfrage wurde eine weiteres Geschäft in der Calle Mesoneros Romanos eröffnet, wo seitdem alle Produkte handwerklich hergestellt werden. Die Firma ist Hoflieferant von Königshäusern auf der ganzen Welt (auch dem Spanischen), so entwarf Arturo Herandi de Diego den Fächer für Prinzessin Letizia zu deren Hochzeit.

Peletería Antolín Quevedo
Nächster Halt ist die Peletería Gil - Nachfolger von Antolín Quevedo. Dieser Laden in der Geschäftsstrasse des 19. und 20. Jahrhunderts widmet sich seit seiner Gründung dem Verkauf von Stoffen und hat mit dem Lauf der Zeit auch andere Waren ins Sortiment genommen. Das Lokal, abgesehen von kleinen Änderungen am Boden und Schaufenster, genau wie zu Beginn. Noch heute werden alte Holzschubladen zum Aufbewahren des Geldes benutzt. Computer wurden gut "versteckt", so dass sie auf den ersten Blick nicht auffallen. Hervorzuheben sind der Eingang aus ungarischem Zedernholz und die Theke aus Mahagoni sowie die alten Lampen.

Lhardy
Das Lhardy geht zurück ins Jahr 1832, gegründet als Konditorei - spezialisiert auf Schweizer Produkte. 1839 wurde auch ein Restaurant in Betrieb genommen. Es gibt verschiedene "Versionen", woher der Name rührt, z.B.  dass der Eigentümer sich am Namen des Pariser Café Hardy orientierte. Das Restaurant war der erste elegante Speisesaal Madrids - in dem sich Politker und Intelektuelle trafen - und somit zum meistzitierten Restaurant der spanischen Literatur wurde.

Das Geheimnis war die perfekte Fusion von europäischen und spanischen Traditionen. Alles ist immer noch wie damals - Einrichtung wie auch das Essen. Die Führerin empfahl die Spezialität heisse Fleischbrühe, die man unbedingt probieren müsse.

Pastelería del Pozo
Und weiter zur Pastelería del Pozo wo man durch das Schaufenster einen Blick in die süsse Vergangenheit werfen kann. Eröffnet im Jahr 1830 - eine der besten traditionell handwerklich arbeitenden Konditoreien Madrids. Spezialität der per Hand hergestellte Blätterteig z.B. mit Cremefüllung.

Den Namen hat die Konditorei an den Glauben an einen mysteriösen Brunnen (Pozo) in den die Reliquien eines Heiligen geworfen wurden, was mysteriöse Erscheinungen hervorgerufen haben soll.

Trotz verschiedener Reformierungen ist das Lokal immer noch in seinem ursprünglichen Zustand mit Marmol-Holz-Theke, antiken Kasse und einer klassischen Waage.

La Casa del Abuelo
Das Haus de Grossvaters - La Casa del Abuelo - wer Lust auf Meeresfrüchte hat, ist hier richtig. Die Bar wurde 1906 von dem Toledaner (aus Toledo) Tomás gegründet. Der Name stammt vom Verkauf des süssen Weines aus Alicante (El Abuelo). Das Lokal begann unter dem Namen "La Alicantina" (aus Alicante) mit dem Verkauf von Bocadillos (belegten Brötchen) mit Streichwurst und Sardinen, Rosquillas (Süssgebäck), Weinen und Likören. Die Hauptkundschaft kam aus der Welt des Stierkampfs, da in dieser Zone Einrittskarten für die Plaza de Toros de Ventas gehandelt wurden.

Nach Ende des Bürgerkriegs - als es schwierig war, Brot oder andere Lebensmittel zu bekommen, bekann Patricio Ruiz Garnelen zu verkaufen, die zu dieser Zeit auf dem Markt günstig und im Überfluss verfügbar waren. Es wurden damals bis zu 350 kg Garnelen pro Tag verkauft. Heute in der vierten Generation wird diese Spezialität immer noch angeboten.

Capas Seseña mit Fotos berühmter Kunden
u.a. Michael Jackson
Dier nächste Laden war für mich etwas besonderes. Die Besitzerin von Capas Seseña begrüsste die Gruppe freundlich und sagte: "Schauen sie an - stöbern Sie rum", während sie noch einige Kunden zu Ende bediente und sich danach ganz uns widmete.

Der Aufstand (Motín) des Esquilache, gemalt von Goya.
Bildquelle
Das Haus Seseña wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegründet und ist eines der Flagschiffe der klassischen Spanischen Mode mit vielen berühmten Kunden, die man in einer Fotogalerie - siehe rechts - bewundern kann, wie Prinzessin Letizia von Asturien, Michael Jackson, Hilary Clinton). Der Schneider Santos Seseña Rojas begann 1901 die spanischen Mäntel auf handwerkliche Art dort herzustellen, wo sich das Lokal heute noch befindet. Die Besitzerin erklärt uns, dass Madrid in der Zeit der langen Mäntel ein sehr gefährliches Pflaster gewesen sei, da die Mäntel bis zum Boden reichten und Schwertern besten Schutz baten, daher wurde bereits vor Zeiten dieses Ladens und die Menschen wie Fliegen starben. Weshalb Minister Esquilache unter Carlos III. per Dekret verfügte, dass alle Capas gekürzt werden mussten, so dass Schwerter und Degen nicht mehr versteckt werden konnten.

Die Capas dieses Geschäfts sind exklusiv (kosten mindestens 500 Euro) und währen laut der Geschäftsdame einmal gekauft fürs ganze Leben. Sie erwähnte dass die Besonderheit dieses Kleidungsstück- im Gegensatz zu normalen Mänteln - ist, dass man sehr gut gekleidet sein muss, um eine Capa tragen zu können, weil die Capa nicht alles bedeckt. Wie viele Leute gehen wohl nur zur Oper um ihre Capa vorzuführen?

Besitzerin des Hauses Seseña
Diese Überhänge sind schlicht, meistens Schwarz mit einem ein- oder zweifarben Überschlag. Wunderschön anzusehen und für die das Glück haben, an Veranstaltungen der High Society teilnehmen zu dürfen, das letzte Tüpfelchen aufs I... Es werden ca. 600 Mäntel pro Jahr hergestellt und verkauft - rund die Hälfte ins Ausland - und ein grosser Teil übers Internet, denn diese Firma hate einen der ersten Online-Läden Spaniens im Jahr 1998. Und es geht doch Tradition und Moderne! Fast schweren Herzens ging es weiter.

Nächster Stop ist das Gitarrenhaus Guitarras José Ramírez. Diese Firma geht zurück ins Jahr 1882. Gründer war der spätere Geigenmeister José Ramirez, der mit 12 Jahren seine Ausbildung begann und mit 24 Jahren begann, am Rastro zu verkaufen. Der erste feste Sitz war in der Calle Concepción Jerónimo. Ramírez war einer der hervorragendsten Gitarrenbauer Spaniens und er begründete die sogenannte Madrider Schule, in der heute noch seine Nachkommen in der fünften Generation tätig sind. Für Gitarrenkenner (was ich leider nicht bin), lohnt sich hier sicher ein Besuch.

Weiter geht es - nun wäre eigentlich mal Zeit für eine Pause in einer dieser köstlichen Konditoreien oder Bars - zur Casa Hernánz.

Dieses Geschäft widmet sich seit den 1960ern dem Verkauf von Alpargatas de Castañer. Ich als Mode-Laie würde dies modische Sandaletten nennen. Vielleicht kann mich hier jemand korrigieren. Andere Artikel im Sortiment sind u.a. Korbwaren.

Diese Schuhmode war Idee des Yves Saint Laurent.

Bildquelle:
www.alpargateriahernanz.com
Casa Hernánz verkauft 100000 Paar Schuhe im Jahr und ist das einzige in Madrid, das handgenähnte Alpargatas in 32 Farben und fast 30 Grössen verkauft - zum Preis von ca. 4 Euro.

Ob das wohl die Schuhe sind, die meine Bekannte aus Hamburg so dringlich haben will?

Die Cava Baja ist eine der bekanntesten Tapas und Essen Strassen Madrids. Den Legenden nach flüchtete hierher ein Grossteil der Araber, als Alfonso VI die Rückeroberung begann. Im 15. und 16. Jahrhundert befanden sich hier viele Gastunterkünfte. Von diesen alten Posadas bestehen heute noch einige, wie die Posada de la Villa.

Posada de la Villa
Die Posada de la Villa, gegründet im Jahr 1642, befindet sich im Gebäude das seinerzeit die einzige Getreidemühle Madrids war und war einer von mehreren Orten, wo Reisende essen und übernachten konnten.

Im Gegensatz zu der Posada del Dragón oder del León bestand die Posada de la Villa ohne Unterbrechung immer fort. Schon arg heruntergekommen, wurde sie im Jahr 1981von Feliz Colomo restauriert. Heute sie berühmt für seinen Braten und Cocido Marileño. Der alte arabische Ofen ist immer noch in Betrieb.

Gegenüber sind die Posada del Dragón und del Leon de Oro zu sehen.

Posada del Dragón (Cava Baja)

Posada del Leon de Oro (Cava Baja).

Casa de Botín
Das Casa de Botín aus dem Jahr 1725 wird als das älteste Restaurant der Welt betrachtet - was zu einem Eintrag ins Buch der Guiness-Rekorde führte. In diesem Buch ist auch zu lesen, das hier Francisco de Goya im Jahr 1765 als Tellerwäscher gearbeitet haben soll.

Der französische Koch und seine asturische Ehefrau eröffneten eine kleine Unterkunft. An der Fasade kann man eine Inschrift mit dem Jahr des Holzofen sehen - mit dem heute noch Spanferkel und Lamm gebraten werden. Einige Jahre später wird das Lokal in die Strasse Cuchilleros verlegt. Das Restaurant verfügt über drei Etagen im originalen Stil einer Posada. Im Schaufenster kann man ein Modell (eine Art Puppenstube) des Restaurants sehen.

Fast schon am Ende des Rundgangs der Barbier - El Kinze de Cuchilleros. Der Ursprung war wahrscheinlich an der Plaza Mayor - im 19. Jahrhundert über dem Papierladen Zamora. Die Eröffnung in der Calle de Cuchilleros war am 15. Januar 1900. Zu dieser Zeit wurden die Haare im Abonnement geschnitten, pro Jahr zahlte man 30 pesetas und die männlichen Familienmitglieder konnten sich alle 2 Wochen die Haare schneiden lassen und einmal pro Woche rasieren lassen.

Die Fassade ist im originalen Stil gehalten während die Sitze dem amerikanischen Stil der 1920er Jahre folgen.

Auf dem Weiterweg kommen wir an den Las Cuevas de Luis Candelas (Höhlen von Luis Canelas) vorbei. Es soll etwas überteuert sein, aber man kann sozusagen in den Höhlen unter der Plaza Mayor essen. Aussen an der Fassade kann man noch die originalen Ringe sehen, an denen  damals die Pferde festgemacht wurden.

Letzter Punkt dieser interessanten Tour war die Apotheke der Königsmutter (Farmacia de la Reina Madre). Sie wurde im Jahr 1576 gegründet. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1913.

Der Legende nach kaufte hier Königin Isabel de Farnesio (die den verwitweten König Fernando V heiratete), ein aus Angst davor, in von ihrem Stiefsohn Fernando VI kontrollierten offiziellen königlichen Apotheke vergiftet zu werden.

Mit Felipe V hatte sie 7 Kinder unter anderem den späteren König Carlos III.

Sehenswert ist die Inneneinrichtung.

Quellen:
Fascinarte (Stadtführung)
Offizielle Auszeichnung "Negocios Historicos"

Get the flash player here: http://www.adobe.com/flashplayer

Und der Link zu den Fotos des Google+Album

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