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Cuenca - Die hängenden Häuser / Hotel Rústico Landhotel La Casita de Cabrejas / La Ciudad Encantada - Die verzauberte Stadt

Casa colgante - Cuenca Letztes Wochenende haben wir vielleicht unseren schönsten Ausflug dieses Jahres bislang unternommen. Ziel war C...

Casa colgante - Cuenca
Letztes Wochenende haben wir vielleicht unseren schönsten Ausflug dieses Jahres bislang unternommen.

Ziel war Cuenca, die Stadt mit den "hängenden Häusern" (Casas colgadas oder colgantes) und die "Verzauberte Stadt" (Ciudad encantada) mit ihren natürlichen Felsskulpuren.

Schon die Anreise zum Hotel rústico (Landhotel) Casita de Cabrejas im Motorrad - bei teils schönem Wetter und teilweise leichtem Regen bis Hagel - durch die abwechslungsreiche Landschaft Südkastiliens (Castilla - La Mancha) war ein Erlebnis. Die Fahrt ging über die A3 Richtung Valencia und dann über die A40 Richtung Cuenca. Die A40, die wir ganz alleine für uns hatten, führte über den "Pass" Puerta de Cabrejas - auf 1150 m Höhe, bei dem man eine "berauschende" Sicht auf die bunte kaum besiedelte Region hatte. Es war als würde ich in der Ferne bereits irgendwo das Mittelmeer vermuten, doch sehen konnte man es natürlich nicht.

Landhotel Hotel Rural La Casita de Cabrejas in Jabaga
bei Cuenca
Das Hotel Casita de Cabrejas haben wir auf Empfehlung dieses Portals für besonders reizvolle Hotels, bei Escapio (de.escapio.com/boutique-hotels/madrid) gefunden. Nach ausgiebiger Recherche gewann ich den Eindruck, dass auf diesem Portal eine wirklich sorgfältige und geschmackvolle Vorauswahl bezüglich der Hotels getroffen wird. Da ich noch eine Frage hatte, habe ich die Buchungs-Hotline angerufen - leider ist Samstag wohl der einzige Tag, an dem diese nicht besetzt ist und ich hinterliess eine Nachricht. Und tatsächlich rief mich am Sonntagmorgen eine freundliche Mitarbeiterin zurück, beantwortete meine Fragen und nahm die Buchung zu meiner vollkommenen Zufriedenheit vor. Die Unterkunft hat unsere Erwartungen in allen Bereichen erfüllt und übertroffen. Wir haben uns sogar vorgenommen, hier im kommenden Sommer eine Woche Urlaub zu machen, aber dazu später.

Cuenca ist eine kleine Provinzhauptstadt und jedem hier in Spanien ist sie ein Begriff wegen ihrer "hängenden Häuser", die auf nacktem steilen Felsen erbaut und sozusagen über dem Abgrund hängen und weshalb die Stadt u.a. auch zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde - und ich wollte diese Sehenswürdigkeiten schon lange kennenlernen.

Brücke San Pablo von der Altstadt zum Parador
Die Stadt ist geteilt in Cuenca de arriba (die historische Altstadt) und Cuenca de abajo. Wenn man einigermassen schwindelfrei ist, betrachtet man diese Häuser von der Brücke, die die hochgelegene Alststadt mit dem Parador Hotel (einem ehemaligen Kloster) verbindet. Das berühmteste Haus ist heute ein Restaurant, wobei ich nicht weiss, ob ich mich trauen würde, einen dieser Balkone, die schwindelerregend über dem Abgrund hängen, zu betreten.

Die Stadt besticht mit ihrem Charme alter, sich eng aneinanderschmiegenden, fröhlich bunt gestrichenen Häuser. Erfreulicherweise scheint die Stadt wesentlich weniger touristisch überlaufen zu sein als zum Beispiel Toledo oder Ávila - was wahrscheinlich an der grösseren Entfernung zu Madrid liegt. Die Stadt ist arabischen Ursprungs (7. Jahrhundert), während sich das christliche Cuenca im Tal im 14. Jahrundert formte.

Plaza Mayor
Castillo mit Arco de Bezudo

Cuenca de Arriba
Wir schlenderten die kleinen Gässchen entlang, an der kleinen Plaza Mayor und ihrer Kathedrale mit einer imposanten Fassade vorbei (wegen einer Hochzeit war die Kathedrale geschlossen), durch den Bogen "Arco de Bezudo" zum höchsten Punkt der Stadt. Cuenca wird von zwei Seiten von Felswänden entlang der Flüsse Júcar und Huécar eingesäumt, ein wirklich imposantes Zusammenspiel von rohem Stein und Mensch.

Die Gastronomie - will heissen Bars und Tapas sind vielleicht nicht so üppig wie in anderen spanischen Städten, oder haben wir sie nur nicht gefunden? Aber Hunger leiden mussten wir trotzdem nicht, denn in Spanien gibt es selbst in den unscheinbarsten Bars die besten Croquetas, Bravas oder Tortilla... Aber hier erzählich ja niemandem etwas neues.

Es war schon dunkel, als wir zurück ins Hotel kamen, und leider waren wir zu müde, den schönen gemütlichen Salon mit Panoramafenster und gemütlichen Sesseln - oder den Salón de Cristal (ein Salon-Wintergarten mit Fenstern rundherum) zu geniessen, aber das Himmelbett etwas zu schmökern, war einfach die einladendere Alternative.

Eingangsbereich Hotel La Casita de Cabrejas
La Casita de Cabrejas befindet sich mitten in der Natur, 10 km von Cuenca entfernt. Von der Autbahnausfahrt Jabaga, über die Vía de Servicio kommend (keine Ahnung wie man das übersetzt - Autobahnzubringer?), fuhr ich erst mal an der Einfahrt vorbei, so gut ist das Anliegen hinter Baumen versteckt. Das schöne, alte Gebäude wurde nach Aussage des Rezeptionisten (wahrscheinlich der Sohn der Familie) vor 12 Jahren komplett renoviert und zum Hotel Rural ausgebaut. Es befindet sich inmitten von Bäumen und Gärten hat etwas von einer Bergalm. Eine von zwei der grossen und verschmusten Hündinnen begrüsste uns am Eingang und wollte gleich gestreichelt werden - Wachhund wäre wahrscheinlich nicht ganz die richtige Beschreibung.

Aufenthalts-Salón
Im Rezeptionsbereich war niemand zu sehen und so konnten wir gleich einmal den Salon mitsamt Panoramafenster bewundern. Jedes Detail, von den Bildern, der Bibliothek, Sesseln, Tischen, Kissen - war so wunderschön ausgesucht und in Szene gesetzt, dass wir nur staunen konnten. Das einzige Hotel, das ich erlebt habe und vergleichbar geschmackvoll und liebevoll eingerichtet war, war vielleicht das Riad Ayadina in Marrakesch. Wobei der Vergleich natürlich etwas hinkt

Doppelzimmer
Das Zimmer war klein, in verschiedenen warmen Farbtönen gestrichen und genauso schön dekoriert wie der das ganze Hotel - und zudem romantisch. Das Himmelbett ist das zentrale Element, was bedeutete, dass das Zimmer eigentlich nur zum Ausruhen gedacht ist. Zum Lesen, Schreiben, Unterhalten, "verzieht" man sich besser in einen der weiträumigen Salons, die man sofort und auf ganz selbstverständliche Weise - standesgemäss, als wäre man einer der alteingesessenen Gutshofbesitzer, in Besitz nimmt. Und das Badezimmer, ebenso liebevoll eingerichtet, kann auch nur positiv erwähnt werden.

Salón de Cristal - wo man auch frühstücken kann
Eine Besonderheit ist der Salón de Cristal (ein Wintergarten), wo ich mir gut vorstellen könnte, einmal im Winter, schön warm unter einer dicken Decke, die raue Winterlandschaft durch die grossen Fensterflächen zu betrachten. Ob es dazu kommen wird, ist unsicher, denn mit dem Motorrad über den verschneiten über 1000 Meter Hohen Bergpass zu fahren, ist für mich zumindest eine grosse Abschreckung. Auch selbst wenn ich "nur" Neffen habe, ist mir die kuschlig-verspielte Kinderecke mit zweisprachigen (englisch-spanischen) Kinderbüchern ins Auge gesprungen.

Zum Komplex gehören des weitern ein Pool (der zu dieser Jahreszeit schon abgedeckt war), ein Padel-Tennis-Platz und eine Terrasse und viel Garten. Und es werden Outdoor-Aktivitäten angeboten, nähere Einzelheiten vielleicht von einem nächsten Besuch.

Terrasse

Als letztes noch das Frühstück, dass wir im Frühstück-/Essensraum einnahmen. Es ging sehr ruhig und gepflegt zu und wir wurden gleich von einer Dame (Kellnerin oder Oma der Besitzerfamilie?) zu einem Tisch geleitet und ausserordentlich freundich und zuvorkommend bedient.

Unser Frühstückstisch
Das Früchstück besteht aus einem "Desayuno continental", also keinem Buffet sondern, alles wird fein serviert. Saft, Trinkyoghurt, Brot, Croissant - und zwar französische und nicht die süssen spanischen -, Kaffee und zwar ein richtig gute starker spanischer, oder Kakao, mediasnoches de jamón y queso (eine Art Brioche mit Schinken und Käse). Wirklich vorzüglich.

Wir haben hier in diesem ruhigen und freundlichen Hotel super ausgeruht vom stressigen Madrid, fast schweren Herzens ging's dann weiter Richtung Ciudad Encantada, ca. 30 km von Cuenca enfernt.

Diese sogenannte "Verzauberte Stadt" - eine natürliche Karstlandschaft, befindet sich auf einem privaten Gelände und kann für 3 Euro pro Person besucht werden.

Der Ursprung dieser Felsenlandschaft datiert 90 Millionen Jahre zurück, als der grösste Teil der iberischen Halbinsel von Wasser bedeckt war. Die heutigen Steinformationen waren damals Teil des Meeresbodens.

Als diese sehr wasserdurchlässigen Felsen dann der Atmosphäre ausgesetzt wurden, formten sich durch Erosion diese heute zu besichtigenden Galerien und wunderlichen Formen.

Wir sind eine gute Stunde durch diese Stadt der "verzauberten" Gebilde gewandelt, ab und zu haben wir uns auf eine Bank gesetzt und der Fantasie freien Lauf gelassen. Um der Fantasie etwas nachzuhelfen, wurden an manchen Felsenfiguren Schilder angebracht mit Beschreibungen wie "Perro - Hund", "Los Barcos - die Schiffe", die "Küssenden von Teruel" oder "Kampf zwischen Krokodil und Elephant, aber ich bin sicher jeder einzelne findet hier für sich noch ganz andere Magiegestalten.


Besonders schön fand ich auch den Weg durch eine kleine Felsengalerie, das sogenannte Kloster oder die römische Brücke.


Aber uns erwarteten von hier aus noch 200 km Rückreise auf "hartem" Motorradsitz... Nach einem kurzen Kaffee im Restaurant nahe des Eingangs, ging es dann wieder auf die Autopista Richtung Madrid. Und ich kann nur sagen - hoffentlich bis zu einem baldigen Wiedersehen in und um Cuenca.

Die Fotos von Cuenca
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Die Fotos vom Hotel La Casita de Cabrejas
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Die Fotos von der Ciudad Encantada
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