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Sinti und Roma in Madrider Stadtviertel sorgen für unfreiwillige Musikbeschallung

Am Freitag wurde ich in meiner Wohnung von einer extrem lauten Musik sozusagen vom Sofa geworfen - und während der heiligen Siesta. Ich ko...



Am Freitag wurde ich in meiner Wohnung von einer extrem lauten Musik sozusagen vom Sofa geworfen - und während der heiligen Siesta. Ich konnte mein eigenes Radio nicht mehr hören. Musik in den Strassen Madrids ist eigentlich nichts besonderes, doch dies übertraf alles, was ich bisher erlebt hatte.

Zuerst dachte ich, dass die lieben Nachbarn mal wieder zu einer Fiesta geladen hätten, doch diese waren hinter deren Balkontür zu sehen - genauso überrascht wie ich.


Dann suchte ich die Strasse nach einem Auto mit Megalautsprechern ab, doch dann sah ich die Verursacher - drei Menschen, offensichtlich Sinti und Roma (hier im Volksmund Gitanos genannt), die eine Musikanlage mit Keyboard auf einen Karren montiert hatten und diesen in der Strasse laut dudelnd abgestellt hatten.

In diesem Moment schien es als ob das Leben in der Nachbarschaft zum Stillstand gekommen sei. Eine Frau ging von Balkon zu Balkon und bat um Geld, wie ich später feststellte.

Zuerst habe ich mich geärgert, denn ich emfpand es als Belästigung und fast schon Erpressung, wenn auf  diese Weise versucht wird, an "Spenden" der Anwohner zu kommen. Aber hinterher fühlte ich mich schlecht und egoistisch, weil ich keine Geldstücke vom Balkon geworfen habe. Vielleicht geht es ihnen in diesen Krisenzeiten wirklich schlecht.

Einen Tag später sagte mir eine Arbeitskollegin, die im gleichen Viertel wohnt, dass "Gitanos" mit "rollenden Konzertsälen" absolut nichts ungewöhnliches seien. Bisher kannte ich diese mobilen Lautsprecheranlagen, auch wenn in kleinen Dimensionen, nur von den Metro-Musikanten.

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