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Kartäuser-Kloster El Paular und die Rückkehr der Carducho-Gemälde

Auf dem Weg über die Sierra de Guadarrama nach Rascafría ist ein Halt am ehmaligen Kartäuser-Kloster angesagt. Es befindet sich am Fuss de...

Auf dem Weg über die Sierra de Guadarrama nach Rascafría ist ein Halt am ehmaligen Kartäuser-Kloster angesagt. Es befindet sich am Fuss der Bergkette, im Tal des Flusses Lozoya.

Vor kurzem sind die 52 Gemälde des Malers Vicente Carducho (1576-1638) in den Kreuzgang des Klosters zurückgekehrt, nachdem sie vom Prado Museum restauriert wurden. Die Bilderserie zeigt das Leben des Heiligen Bruno, dem Gründer der Kartäuser, von seiner Abkehr vom öffentlichen Leben bis zu seiner Opferung. Jedes Gemälde erzählt eine Geschichte, man muss sich fast von jedem einzelnen wegreissen, sonst kommt man zu sehr ins Träumen und phantasieren. Hier ein Link zu den Fotos, veröffentlicht von El Pais

Hier ein paar Bilder aus dem Prospekt (man darf keine Fotos machen)

  


Der Gemälde-Kreuzgang kann auch ausserhalb der Zeiten der Klosterfúhrungen besichtigt werden:
Montag - Samstag 11.30 bis 13.30 und 16.00 bis 18.30 - donnerstags geschlossen
Sonntags und feiertags 11.00 - 13.30 und 16.00 bis 18.30 Uhr
Wenn Sie einen Besuch planen, empfehle ich, vorsichtshalber anzurufen, ob die Öffnungszeiten nicht kurzfristig geändert wurden. +34 91 869 14 25

Das Kloster

Ich zitiere / übersetze aus der offiziellen Information: Der Bau des königlichen Klosters Santa María de El Paular wurde im Jahr 1390 vom Kartäuser-Orden auf Initiative de Jönigs Juan I begonnen. Es siedelten sich hier Mönche des Klosters Scala Dei - Tarragona, an. Die erste Kartäuser-Siedlung Kastiliens entstand. Langsam erlangte das Koster Ruhm. Nach jahrhundertelangen Anstrengungen (Anfang 15. Jahrhundert bis 1784) gelang dem Kloster die Trennung von den Grosskartäusern in Frankreich und El Paular entwickelte sich zu einem der aktivsten Zentren Spaniens. Später erbaute das Kloster El Paular auf seine Kosten das Kartäuser-Kloster in Granada, das über viele Jahr unter ihrem Einfluss war.

Während viereinhalb Jahrhunderten war das Kloster El Paular eines der besten Kartäuser-Zentren und konnte aufgrund der bedeutenden Einnahmen (Bauernhöfe, Pachten, Papiermühlen, Schafswolle) das Kloster vergrössern. Einer der Urheber der Erweiterung war Juan Guas unter der Herrschaft des katholischen Königspaars. Neben der Erweiterung wurde die grossartige Kirche erbaut.

Hervorzuheben ist das wunderschöne verschnörkelte Gitter, das den Chor von den restlichen Brüdern trennt und vor allem der wunderschöne mehrfarbige gotische Altarafsatz aus Alabaster.

Aus dem gleichen Jahrhundert stammt ein weiträumiger Kreuzgang mit gotischen Zügen, auch Werk Juan Guas, der im 17. Jahrhundert mit 56 Gemälden des Malers Carducho (siehe weiter oben) bestückt wurde.

Ein Jahrhundert später wurde das "Transparente" gebaut, das sich hinter dem Altarraum befindet, zur Aufbewahrung der Monstranz (custodia - ich hoffe ich habe hier richtig übersetzt), als Verherrlichung des andalusischen Barrocks. (Anmerkunng: der Mönch erklärte uns während der Führung, dass das "Transparente" eine fast hundertprozentige Kopie aus dem Kloster in Granada darstellt. Den Mönchen gefiel dies in Granada so sehr, dass sie eine Kopie in Auftrag gaben).

Im Jahr 1835 mit der Säkularisation hörte das Kloster auf zu existieren, die Bildersammlung wurde verstreut, das Archiv, die Bibliothek, Gestühl und ein Grossteil des Besitzes von El Paular gingen verloren und konnte auch nicht wieder wiedergefunden werden.

Im Jahr 1876 wurde das Kloster zum nationalen Monument erklärt und im Jahr 1954 dem Benediktiner-Orden übergeben. Nach und nach wurde alles mit grosser Anstrengung wieder restauriert. Mit der Rückkehr der Carducho-Gemälde wurde das Zentrum wieder in die Epoche seines grössten Ruhms - vor fast vierhundert Jahren - zurückversetzt.

Die Führung durchs Kloster

Das Kloster (ausgenommen Kirche und Kreuzgang) können nur im Zusammenhang mit einer Führung besichtigt werden. Ein Mönch nimmt diese Führungen durch, und - ich weiss nicht, ob er nur eine schlechte Tagesform hatte, doch er leierte die Erklärungen der Führung leider nur schnell runter und offenbar ohne grosse Begeisterung.

Nachdem er fertig war bat er die Besucher, auf dem gleichen Weg das Kloster wieder zu verlassen, doch die meisten nutzten die Zeit, um noch Fotos zu machen. Dies wiederum verärgerte einen lesenden Mönch, den Sie hier rechts im Bild sehen können, worauf dieser sich mit dem Mönch der Führung verbal anlegte.

Aber trotzdem war die Führung sehr interessant, denn ohne sie hätte man das prächtige "Transparente" nicht sehen können.

Zeiten der Führung durchs Kloster

Montags - samstags (donnerstags geschlossen): 12.00 Uhr und 13.00 Uhr und 17.00 Uhr und 18.00 Uhr
Sonntags und feiertags: 13.00 Uhr und 17.00 Uhr und 18.00 Uhr

Dann gibt es noch eine Führung durch den Museumsteil (dort habe ich nicht teilgenommen):

Montags - samstags (donnerstags geschlossen): 11.30 und 12.30 und 16.30 und 17.30
Sonntags und feiertags: 16.30 und 17.30 Uhr

Eintrittspreise

Laut Homepage sind die Führungen und Eintritte kostenlos, es würde nur um eine Spende gebeten. Allerdings wurden uns pro Person zwei Eintritte kassiert (ich nehme an einer für den Carducho-Bilder und einer für die Führung). Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber insgesamt glaube ich 4 Euro pro Person.

Alle Fotos:



Anfahrt

Es gibt einen öffentlichen Bus ab Busbahnhof Plaza Castilla, siehe Fahrplan, Fahrzeit etwas über zwei Stunden.

Per Auto über den Bergpass von Navacerrada 80 Km (A6 und M604)
oder über Lozoya 100 km (A1 und M604).

Ich empfehle Hinfahrt über einen Weg und die Rückfahrt über den anderen.

Route über Navacerrada


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Route über Lozoya


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