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Gurken satt in Spanien

Eigentlich wollte ich nicht über die Gurkenkrise schreiben, aber allmählich platzt mir doch der Kragen. Als die spanischen Gurken als ...

Eigentlich wollte ich nicht über die Gurkenkrise schreiben, aber allmählich platzt mir doch der Kragen.

Als die spanischen Gurken als Urheber der EHEC-Epediemie verdächtigt wurden, war ich gerade in Deutschland, und musste mir - anscheinend werde ich schon als Spanier wahrgenommen - ständig bissige Kommentare bezüglich der spanischen Gurken und Hygiene anhören. 

Und jetzt, wo ich wieder in Spanien bin, wird mir ständig vorgetragen, dass Deutschland nicht vor den spanischen Gurken hätte warnen dürfen und welchen Schaden dies verursacht habe.

Ich versuche immer sachlich zu argumentieren, dass man gar keine andere Wahl hatte, denn wenn auch nur der geringste Verdacht besteht, muss gewarnt werden, damit nicht noch weitere Menschen infiziert werden. Wenn der Verdacht richtig war, dann hat man Menschen das Leben gerettet und wenn er falsch war, dann muss man die geschädigten Betriebe entschädigen. Aber man kann nicht einen Verdacht zurückhalten, und eventuell Leben gefährden, nur damit keine Betriebe geschädigt werden.

Aber anscheinend tickt das Spanische Empfinden anders. Mein Argument lässt man nicht gelten, sondern ich höre immer: "Bevor man nicht sicher ist, darf man nicht warnen". Anscheinend ist es in der Meinung vieler Menschen wichtiger, Schaden von Bauern und Händlern als von Menschen abzuhalten.

Es tut mir leid, dass ich dies schreiben muss, aber meine Toleranzgrenze, den Kopf hinzuhalten, einmal als Spanier und einmal als Deutscher, ist nun überschritten.

Ich wünsche allen Infizierten eine schnelle und hoffentliche komplette Genesung und mein herzliches Mitgefühl für alle Opfer.

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