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Studienfahrt Madrid - Consorcio de Transportes de Madrid

Hola! Ich bin Vera, Studentin an der Univesità della Svizzera italiana im Masterprogramm „International Tourism". Im Laufe dieses Pro...

Hola! Ich bin Vera, Studentin an der Univesità della Svizzera italiana im Masterprogramm „International Tourism". Im Laufe dieses Programms hat mein Semester Anfang Februar 2011 eine Studienfahrt nach Madrid unternommen, um einen direkten Einblick in den Städtetourismus und die Destination Madrid zu erhalten.
Während des Aufenthalts wurden Meetings mit Verantwortlichen von verschiedenen Unternehmen und Organisationen organisiert, die vor Ort im Tourismusbereich tätig sind.
Eines dieser Treffen fand mit Carlos Cristóbal-Pinto, Abteilungsleiter „Studies and Planning" des „Consorcio de Transportes de Madrid", statt. Das Consorcio ist für den öffentlichen Verkehr in Madrid verantwortlich, welcher drei Bereiche umfasst: Metro, Bus und Nahverkehrszüge.
Im Folgenden möchte ich über unsere Diskussionen berichten:

Seit der Gründung des Consortio 1986, erfuhr der öffentliche Nahverkehr in Madrid eine stetig wachsende Nachfrage und die Gesamtheit der unternommenen Trips wuchs von 973 Millionen (1987) auf 1.630 Millionen (2007) an. Des Weiteren lässt sich eine Korrelation zwischen der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und einer Krise beobachten: in Krisenzeiten sinkt die Nachfrage, da es aufgrund einer höheren Arbeitslosenquote weniger Pendler gibt.
Übergreifend lässt sich die Mobilität in der Innenstadt von Madrid folgendermaßen aufteilen: 1/3 aller Trips werden zu Fuß unternommen, ein weiteres Drittel mit öffentlichem Personennahverkehr und das letzte Drittel mit dem privaten Auto. Wenn man die Region Madrid in Betracht zieht, werden 2/3 mit öffentlichem Personennahverkehr und 1/3 mit dem Auto unternommen. Im Vergleich mit London, Paris und Berlin hat Madrid den höchsten Anteil an öffentlicher Verkehrsmittelnutzung, den Gesamtverkehr betrachtend.
Auf unsere Frage, wie wichtig die öffentlichen Verkehrsmittel für Touristen seien, bekamen wir eine klare Antwort von Carlos: Für Touristen in Madrid sind die öffentlichen Verkehrsmittel nicht sehr relevant, da sich der Teil der Stadt, der für Touristen interessant ist, auf eine Gegend konzentriert, d.h. dass Touristen die Stadt vorwiegend zu Fuß erkunden. Relevant für Touristen sei aber, dass sich der Flughafen in der Zone A befindet und es sich so günstig und bequem mit der Metro die Innenstadt erreichen lässt.
Bikesharing Angebote genießen wachsende Beliebtheit in europäischen Großstädten. Auch das Consorcio de Madrid hat die Möglichkeit der Einführung eines solchen Programms analysiert. Es wurde jedoch festgestellt, dass durch die Finanzkrise der Stadt die nötigen Mittel fehlten. Außerdem kamen noch weitere erschwerende Faktoren hinzu: Madrid ist sehr hügelig, es gibt keine ausreichende Fahrradwege und Studien zeigen, dass Bikesharing Angebote attraktiver für Fußgänger sind als für Autofahrer, so dass durch dieses Angebot kaum Autoverkehr ersetzt werden kann.
Wir hatten ein sehr interessantes Meeting mit Carlos und wurden herzlich empfangen. Durch das Meeting konnten wir Einblick in ein sehr effizientes Verkehrsnetz gewinnen und besser verstehen, wie sich Einwohner und Touristen in Madrid bewegen.

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