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Caixa Forum - Führung zur Architektur

Führungen zur Architektur Samstags und montags um 13.00 Uhr sowie freitags werden kostenlose Führungen zur Architektur des Caixa Forum dur...

Führungen zur Architektur

Samstags und montags um 13.00 Uhr sowie freitags werden kostenlose Führungen zur Architektur des Caixa Forum durchgerführt. Die Führungen sind auf spanisch. Man sollte sich mindestens eine halbe Stunde vor Beginn an der Rezeption einschreiben. Samstags hat es gewöhnlich einen grösseren Andrang.

Hier ein Resumen, das Sie teilweise auch im Text der Archtiteken, weiter unten, nochmals lesen können (es wurde hier eingefügt, da sich die URL geändert hat und, da wollte ich den Text konservieren, bevor er vielleicht von der Seite der Architekten verschwindet).

Hier ein Resumee:

Das ehemalige Kohlestromwerk


Die Basis des Caixa Forum ist das Gebäude eines alten Kohle-Elektrizitätswerks. Das E-Werk (Central electrica del Mediodía) wurde 1899 geplant und die Lizenz im Jahre 1900 erteilt. Die Fabrik belieferte den ganzen südlichen Teil der Madrider Altstadt mit Strom. Das Stromwerk wiederum wurde auf dem Grundstück einer ehemaligen Fabrik aus dem Jahr 1857 erbaut.

Es gab in verschiedenen Viertel Madrids solche Stromwerke, die meisten wurden jedoch abgerissen. Diese Umwandlung und Andersnutzung von Gebäuden unter Beibehaltung von Teilen oder der ganzen Struktur oder Fassade ist (oft auch wegen des Denkmalschutzes) Brauch in Madrid. Die Führerin erwähnte in diesem Zusammenhang den Ciro Price (heute ein Theater) - war frührer eine Keksfabrik, der Matadero (Schlachthof) ist heute ein Gebäude für Kunstausstellungen und Veranstaltungen. Die ehemalige Tabakfabrik wird zu einem Zentrum von dekorativen Künsten und künsterlischen Reproduktionen umgebaut.
Die Fassade des Stromwerks ist seit den 1990 Jahren unter Denkmalschutz.

Die Stiftung der Sparkasse Caixa Barcelona 

Die Caixa Barcelona - eine der grössten Sparkassen Spaniens - ist im bitteren Wettbewerb mit der anderen grossen landesweiten Sparkasse Spaniens - der hier ansässigen Caja Madrid, die bereits ein Kulturzentrum in Madrid hat (Funcación Caja Madrid). Ich kenne die Gesetzgebung nicht im Detail, aber die Sparkassen müssen wohl einen Teil ihres Kapitals oder Gewinns in soziale Stiftungen einbringen, die dann soziale Projekte oder Museen oder kulturelle Einrichtungen wie das Caixa Forum oder Cosmo Caixa Barcelona oder Madrid.
Die Caixa Barcelona kaufte das Grundstück samt Gebäude im Jahr 2001 mit dem Ziel aus dem sogenannten Kulturdreieck (Prado, Reina Sofía, Thyssen) ein "Viereck" zu machen. Das Projekt wurde an die Schweizer Architekten Herzog und De Meuron vergeben, die bereits Erfahrungen mit der Konversion alter Gebäude hatten.

Vorplatz und ehemalige Tankstelle

Die alte Tankstelle vor dem Gebäude wurde entfernt, und somit ein direkter Zugang zum Paseo del Prado geschaffen. Der Platz vor dem Caixa Forum, auf dem im Moment (März 2010) der umgekehrte Elefant von Miguel Barceló aufgestellt ist) ist abfallend, der Boden bestehend aus Dreiecken. Links ein kleiner "Wasserfall", der in einen Wasserparcours des Gebäudes integriert ist, den man im zweiten Untergeschoss widergespiegelt sieht.

Vertikaler Garten 

Die Führerin erklärte auch den vertikalen Garten von Patrick Blanc, der als Blickfang für das Caixa Forum dienen soll. Die 15.000 Pflanzen müssen ohne Erde auskommen, deren Wurzeln wurden in eine Art Fliess getackert und werden über eine Nährlösung versorgt, die über ein Leitungssystem von oben nach unten fliesst. Am Fusse des Gartens befinden sich die Notausstiege des Caixa Forum.



Haupteingang und Fassade 

Der ursprüngliche Haupteingang war in der linken Seitenstrasse (vom Paseo del Pardo aus gesehen). Man kann dies noch an der Fassade erkennen. Der neue Eingang wurde aber zum Vorplatz hin verlegt, um Raum für grössere Menschenmengen zu schaffen. Ziel der Architekten war, dass das Gefühl entsteht, das ganze Gebäude würde schweben.

Der Granitsockel unterhalb der Ziegelstein-Fassade wurde entfernt und das ganze ebenerdige Geschoss freigelegt um weiter hinten einen Bereich in Höhlenatmosphäre zu schaffen. Das ganze Gebäude basiert auf drei Pfeilern. Im hinteren Bereich gibt es einen weiteren, diesmal etwas grösseren Wasserfall, dessen Wasserfluss auch ein Teil des Wasserrundlaufs des Gebäudes ist.

Die originalen Fenster wurden alle geschlossen und nur als dekorative Andeutungen beibehalten, da die Ausstellungsräume kein natürliches Licht benötigen. Anstelle dessen wurden drei neue Fenster eingebaut.
Die Ziegelsteine wurden orginal erhalten, andere wurden an andere Stelle des Gebäudes wegenommen und an der Fassade genutzt, und einige wuden neu, aber im gleichen Stil gebrannt.

Die beiden Stockwerke oberhalb der Ziegelsteine wurden als Skyline in Anlehnung an die umgebenen Gebäude geformt. Um dem Gebäude einen leichten und nicht massiven Eindruck zu geben, ist die Aussenhaut der oberen Stockwerke "transparent" aus Metallmustern, durch die Licht durchscheint. Dieses Metall wurde besonders behandelt, um einen verrosteten Look zu bekommen. Die Panele beinhalten Muster, zum Beispiel kann man die Landkarte Spaniens sowie die Schweiz und deren Kantone erkennen (laut der Führerin, ich hatte etwas Probleme, dies zu erkennen). Die Panele sind alle gleich, werden aber jeweils um 90 Grad gedeht. Das heisst, man kann Spanien mal richtig und mal auf dem Kopf finden.

Über eine Treppe erreicht man den Rezeptionsbereich (im ersten Stock) mit einer Bibliothek und Laden. Achten Sie auch auf die Rezeption und die Bibliothek, sie wurden ebenfalls so entworfen, dass sie zu schweben scheinen.

Die Struktur des Gebäudes

Das ursprüngliche Gebäude hat eine Gesamtfläche von ungefähr 2000 m2. Das Caixa Forum hat ca. 8000 m2. Die Architekten hatten die Aufgabe, diese Fläche zu vervierfachen, ohne die Gebäudestruktur zu verändern. Sie erreichten dies dadurch, dass unter dem Erdgeschoss zwei Untergeschosse "gegraben" wurden und über die ursprüngliche Höhe hinaus, zwei weitere Stockwerke hinzugefügt wurden (man wollte nicht noch höher hinaus, um nicht aus dem Rahmen der Nachbarschaftsgebäude zu fallen)

Zentrales Element des Gebäude ist die Treppe, im Stil Gaudís (da die Sparkasse aus Barcelona kommt). Moderne Gebäude haben keine zentrale Treppen mehr, hier wollte man einen Gegenakzent setzten. Die Treppe ist umgekehrt konisch (sie ist oben weiter als unten). Die Ecken abgerundet. Das Material weisser Sichtbeton.

Im untersten Stock gibt es ein Auditorium für 300 Personen, der leider nicht öffentlich zugänglich ist, ausser bei Konzerten und anderne Veranstaltungen. Hier befindetn sich ausser dem eine Parkgarage.
Hier im 2. UG kann man sich auf eine "ergonomische" Bank setzen. Hier finden wir auch das Wasser wieder, das wier das erste Mal auf dem Vorplatz des Gebäudes gesehen haben.

Vom 1. UG kann man einen Blick auf den Vorraum der 2. UG werfen mit Sofas in Wellenform. Hier gibt es Mehrzweckräume, eine Werkstatt und ein Lagerraum. Die Wände scheinen aus Stoff zu sein, aber beim näheren Hinsehen bemerkt man, dass sie aus Metallgitter sind. Diese Gitter wurden so "deformiert", dass sie den gewünschten Höhleneffekt hervorrufen. Hinter den Gittern befinden sich Schallschutzvorhänge, die hoch- und runtergelassen werden können, um den gewünschen akustischen Effekt (für Konzerte z.B.) zu erreichen.
Im Erdgeschoss gibt es nichs zu sehen, da dies der Teil ist, der "ausgebeint" wurde nur genutzt wird um in die anderen Ebenen zu kommen.

Der erste Stock ist die Rezeption (bereits erwähnt). Hier gibt es auch eine VIP-Saal. Als kleine Anekdote: Eine ältere Dame fragte die Führerin, was denn eine "Sala VIP" sei. Sie antworte, ein Saal für VIPs. Sie frage erneut ganz unschuldig und was sind VIPs? Daraufhin die Führerin etwas verlegten: Sehr wichtige Personen... Ich fand dies lustig, da wir es heute als selbstverständlich ansehen, dass wir alle eher nunwichtig sind und nur einige wenige, wirklich etwas zählen in der Welt, die VIPs eben...

Im zweiten und dritten Stock sind die Ausstellungsräume sowie im dritten noch eine Mediathek. Im ersten Stock ist im Moment die Ausstellung Miguel Barceló. Wir konnten nur einen kurzen Blick werden (ich werde nochmals hierherkommen müssen). Die Werke sind beeindruckend, haben mich sofort in Bann gezogen.
Im letzten Stock befindet sich die Cafetería, die auch ein Kunstwerk an sich ist. Die Lampen aus Latex und die Sessel extra hierfür entworfen (die Modelle heissen "Ameise" und "Schwan). Bewirtschaftet wird die Cafeteria vom Gastronomie-Unternehmer Arturo, der selbst schon berühmt ist und Restaurants vom Kantinen-Niveau bis Haute Cuisine betreibt.

Hier auf der Treppe, wenn können sie die Metallpanele bewundern, durch die von aussen das Licht fällt.
Die Führerin hat ihre Arbeit sehr gut gemacht. Ich bin zutiefst beeindruckt von der Arbeit der Architekten, denen es gelungen ist, die Seele des Gebäudes zu erhalten und somit in die Nachbarschaft ein Kulturzentrum einzugliedern ohne aus dem Rahmen zu fallen.

Grosses Kompliment auch an den vertikalen Garten und Miguel Barceló für seinen Elefanten, der leide rnach der Ausstellung wieder abgebaut werden wird.
Danke auch an die Caixa Barcelona.

Paseo del Prado, 36, Madrid
Metro / Cercanías Atocha

Im Moment gibt es weitere kostenlose Führungen (auf spanisch)

Miguel Barceló:
Dienstag und Donnerstag 19.00 Uhr
Mittwoch und Freitag 13.00 Uhr
Samstag 11.00 und 18.00 Uhr

Foto Pres La Caixa 2009
Montag und Mittwoch 19.00 Uhr
Mittwoch und Donnerstag: 13.00 Uhr
Samstag: 12.00 und 19.00 Uhr

(alle Führungen, inkl. der der Archtiktur) nicht an spanischen Feiertagen.

Täglich von 10 - 20.00 Uhr geöffnet.
Geschlossen: 25. Dezember sowie 1. und 6. Januar.


Hier der Text der Architekten:
La Caixa Forum, Madrid


Bauherr: Fundación "la Caixa"
Architekt: Herzog & de Meuron Architekten AG, Basel


Tragwerksplaner: WGG Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Basel
NB35 Ingeniería, Madrid




2008


Das neu erstellte Museum CaixaForum befindet sich im Herzen von Madrid, in unmittelbarer Nähe der Museen Prado, Reina Sofia und Thyssen und gliedert sich in vier Obergeschosse, eine ebenerdige gedeckte Plaza und zwei Untergeschosse. Das Gebäude umfasst Ausstellungsflächen, ein Auditorium, Seminarsäale, einen Verkaufsladen und eine Cafeteria. Die gesamte oberirdische Gebäudestruktur steht auf dem von den Erschliessungskernen gebildeten Dreibein. Auf der restlichen Grundrissfläche schwebt das Gebäude über der gedeckten Platzfläche, von der aus eine skulpturale Haupteingangstreppe in das Museum führt. Die Gebäudeuntersicht und die Platzoberfläche werden mit Dreiecksflächen reliefförmig strukturiert. Die Dachform mit ihren markanten Einschnitten nimmt Bezug zur umgebenden Dachlandschaft der Altstadt.


Das neu erstellte Museum CaixaForum befindet sich im Herzen von Madrid, in unmittelbarer Nähe der Museen Prado, Reina Sofia und Thyssen. Das Gebäude wird an der Stelle eines ehemaligen historischen Elektrizitätswerks errichtet, welches komplett ausgekernt worden ist und dessen Mauerwerksfassade in den Neubau integriert wird. Das CaixaForum gliedert sich in vier Obergeschosse, eine ebenerdige gedeckte Plaza und zwei Untergeschosse. Das Gebäude umfasst Ausstellungsflächen, ein Auditorium, Seminarsäale, einen Verkaufsladen und eine Cafeteria. Die gesamte oberirdische Gebäudestruktur steht auf dem von den Erschliessungskernen gebildeten Dreibein. Auf der restlichen Grundrissfläche schwebt das Gebäude über der gedeckten Platzfläche, von der aus eine skulpturale Haupteingangstreppe in das Museum führt. Die Gebäudeuntersicht und die Platzoberfläche werden mit Dreiecksflächen reliefförmig strukturiert. Die Dachform mit ihren markanten Einschnitten nimmt Bezug zur umgebenden Dachlandschaft der Altstadt. Das primäre Gebäudetragwerk besteht aus den drei am Grundrissperimeter angeordneten Erschliessungskernen und den innen an der Mauerwerksfassade errichteten Tragwänden, welche als eine Art Korsett die Tragstruktur des Gebäudeinnern einfassen. Diese aussen liegenden Tragwände bilden zusammen mit zwei weiteren, parallel verlaufenden Innenwänden einen in Spannbeton gefertigten Zellkasten, der als makroskopische Abfangkonstruktion sämtliche Gebäudelasten auf das erwähnte Dreibein überträgt. Die Geschossdecken werden in unterschiedlichen Konstruktionsformen ausgeführt. Zum einen werden Verbunddecken verwendet, bestehend aus weit gespannten Blechträgern mit darüber liegenden Profildecken. Die Ausbildung der Deckenkonstruktion über dem gedeckten Platz ist der Reliefform ihrer Untersicht angepasst. Sie ist als Hohldecke in Stahl gefertigt und wird über Stahlstangen an den über dem ersten Obergeschoss gespannten Blechträgern aufgehängt. Die Tragkonstruktion des Dachstuhls ist ein dreidimensionaler Stahlrahmen. Das unterhalb der Pla-za befindliche Auditorium wird von einer Spannbetonplatte überdeckt. Ihre faltwerkförmige Ausgestaltung bezweckt die Minimierung der Überdeckungslast und die Maximierung der lichten Höhen des Auditoriums.

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