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Teatro Real - das Madrider Opernhaus

Nachtrag: Im April 2010 habe ich dank Opernbegeisterter Freunde aus Hamburg, Salomé im Theatro Real angesehen und konnte ein paar Fotos vom...

Nachtrag: Im April 2010 habe ich dank Opernbegeisterter Freunde aus Hamburg, Salomé im Theatro Real angesehen und konnte ein paar Fotos vom Grossen Saal machen:
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Leider habe ich keine Ahnung von Opern, trotzdem ist das Teatro Real wegen seines Gebäudes und seiner Geschichte erwähnenswert.
Es gibt verschiedene Führungen - hier der Zeiten und Preise auf Englisch



Heute war der Hauptsaal wegen der Vorbereitung eines Werkes nicht zur Besichtigung offen, d.h. diese Fotos werden bei Gelegenheit nachgeliefert.

Heute ist das Teatro Real ein sehr modernes Theater mit allen nur denkbaren Technologien. Das Gebäude ist zweigeteilt, ein Teil für die dort Arbeitenden mit Probräumen etc. und ein Teil fürs Publikum.

Hervorzuheben ist der Turm mit 6 oberirdischen und 3 unterirdischen Ebenen, wo auf verschiedenen Ebenen bis zu sechs Szenarien vorheraufgebaut werden können und wie bei einem Riesenrad gewechselt werden können. Ausserdem sind alle Szenarien drehbar und nivelierbar um verschiedene Eben und Treppen simulieren zu können.

Vor der ersten Aufführung (wo alles komplett still sein muss, wo keine Strörungen erlaubt sind) wird alles (Beleuchtung, Rotation der Bühnen, Musik etc.) digital aufgezeichnet und dann während der Oper von einem Computer gesteuert.

Zur Geschichte der Oper:


Das erste königlichen Theaters stammt aus dem Jahr 1708, als die Stadtverwaltung von Madrid die Erlaubnis für den Bau eines Theaters in einigen Parzellen im Süden der Hauptstadt erteilte. Das ursprüngliche Theater wurde 1735 abgerissen. Später wurde ein neues Theater unter König Ferdinand IV. gebaut, das wiederum im Jahre 1816 abgerissen wurde.

Im Jahr 1817 begannen die Bauarbeiten auf der Plaza de Oriente, die wegen vieler Schwierigkeiten (Geldprobleme, Tod des ersten Architekten etc.) erst 1845 beendet wurde.

Die eigentliche treibende Kraft hinter dem Teatro Real als Nationaltheater war die Musikliebhaberin Königin Isabel II.

Der ursprüngliche Entwurf war majestätisch, eine unregelmaßüige sechseckige Form mit einer kreisförmigen Hauptfassade mit Blick auf die Plaza de Oriente, und eine andere Front mit Blick auf die Plaza de Isabel II. Die Oper wurde unter Anwesenheit der gesamten High Society mit "La Favorita" von Gaetano Donizetti eingeweiht.

Während des neunzehnten Jahrhunderts machte das Königlichen Theater viele Veränderungen durch: Spielzeiten mit großem Publkumszuspruch, dann wieder wirtschaftliches Versagen. Die Umwandlung zum Parlament während der Revolution von 1854 und der erste Bankrott im Jahr 1858/59, worauf nach einem neuen Unternehmer gesucht werden musste.

Im Jahre 1863 kam der der Komponist Verdi persönlich zu Besuch, um die Proben zu leiten und um der Erstaufführung von "
La Forza del Destino" beizuwohnen (nur zwei Wochen nach der ersten Aufführung in Italien).

1866 mussten die Aufführungen fast wegen der Cholera unterbrochen werden und im Jahr 1867 wurden Teile des Theaters durch einen Brand zerstört, dessen Ursprung nie ganz geklärt werde konnte. Nur zehn Tage später wurden die Aufführungen fortgesetzt.

Gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts Opern wandelte sich der Publikumsgeschmack und französische wie deutsch Opern, Richard Wagner, insbesonders, wurden ins Programm aufgenommen.

Ab 1886 mit der Revolution und dem Fehlen des Königshofes fehlte der Oper ein großer Teil des gewohnten Publikums, das mit dem König Alfonso XII aber wieder zurückehrte.

Im Jahre 1888 wurde die Gasbeleuchtung durch Elektrizität ersetzt. Und in diesen Jahren fand die Premiere von Bizets Oper Carmen statt, die wegen ihrer gewagten Geschichte gewalte Proteste hervorruf.

Das Theater wurde mal wieder insolvenz, wechselte den Eigentümer. 1899 wurde Wagners Walküre auf spanisch aufgeführt.

1916 kam das russische Ballet ins Teatro Real.

Nach mehreren Aufs und Abs wurde das Theater schließlich 1925 geschlossen (es war sehr herunterkommen und unter anderem auch wegen unterirdischen Wasserströmungen)

Wegen des Bürgerkriegs und vieler anderen darauffolgender Widrigkeiten wurde das Tehater erst wieder im Jahr 1966 wiedereröffnet.

22 Jahren, bis 1988, wurden nur Konzerte und Opern ohne Bühnenbild oder Dekoration gesungen.

Später wollte die Regierung die Oper an einer anderen Stelle neu errichten lassen und das Teatro Real in ein reines Theater umwandeln. Es gab zwei Fraktionen, eine, die dies befürwortetet und eine andere, die der Meinung war, dass aus historischen Gründen, das Teatro Real komplett renoviert und wieder zum Opernhaus umgebaut werden sollte. Obwohl der Standort der jetzigen Oper wegen eines unterirdischen Flusses eigentlich ungeeignet war, haben sie die Befürworter der Erhaltung des Standortes durchgesetzt.
1991 - 1996 wurde die Arbeiten der Rekonvertierung zum Opernhaus durchgeführt und 1997 durch das Königspaar eingeweiht.

Das Opernhaus hat für die Technik sechs Stockwerke über dem Erdboden und drei unter der Erde (alles zusammen höher als das berühmte Telefonica-Gebäude in der Gran Via und die Probleme mit dem Grundwasser ist bis heute nicht gelöst.

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